Okay, ich trau mich das mal zu fragen, weil ich das Gefühl habe, hier wird man nicht direkt ausgelacht. 😅
Ich bin 38, freiberufliche Grafikdesignerin in München, und zahle aktuell 1.280 € Kaltmiete für eine 2-Zimmer-Wohnung in Schwabing. Alleine. Das ist natürlich Münchener Realität, aber trotzdem: Wenn ich das mal hochrechne, sind das über 15.000 € im Jahr, die einfach weg sind.
Ich habe jetzt konkret überlegt, in eine WG zu ziehen – Zimmer kosten hier bei uns in der Stadt realistisch zwischen 700 und 900 € warm. Das wären also locker 400–500 € im Monat gespart, die ich direkt in meinen ETF-Sparplan stecken könnte. Bei 7% p.a. und 10 Jahren macht das einen riesigen Unterschied.
Mein Problem: Ich fühle mich dabei irgendwie komisch. Nicht wegen dem WG-Leben an sich – ich hatte Mitte 20 tolle WGs – sondern wegen dem Blick von außen. Kunden, Bekannte, Familie. "Die hat's wohl nicht so gut" oder "Kann die sich keine eigene Wohnung leisten?"
Hat das hier jemand gemacht? Wirklich mit Anfang/Mitte 30 nochmal in eine WG gezogen, bewusst, aus finanziellen Überlegungen? Wie war das sozial – und hat sich der Spareffekt wirklich materialisiert, oder hat man irgendwann doch "kompensiert" weil WG-Leben nervt?
Ich frag auch weil ich als Selbstständige eh unregelmäßige Einnahmen habe und manchmal monatelang kaum was spare. Wenn ich die Fixkosten runterbringe, wäre das ein echter Hebel.