Ich schreibe hier stellvertretend für meinen Neffen Jonas, 29, der seit gut einem Jahr als freier UX-Designer selbstständig ist. Nettoeinkommen aktuell ca. 3.200 € im Monat, Tendenz steigend, keine Vorerkrankungen, kein Raucher. Er hat mich um Rat gefragt und ich tu mich bei PKV-Themen ehrlich gesagt schwerer als bei ETFs.
Er hat bereits zwei Angebote eingeholt — einmal von der Debeka, einmal von der Barmenia — und steht jetzt vor einem Dschungel aus Tarifoptions, die er nicht wirklich einordnen kann. Konkret beschäftigen ihn drei Punkte:
- Selbstbehalt: 0 €, 600 €, 1.200 € oder sogar 2.400 € pro Jahr. Wo liegt der Sweet Spot bei seinem Einkommen?
- Beitragsrückerstattung (BRE): Lohnt sich das wirklich oder ist das ein psychologischer Trick, damit man Rechnungen nicht einreicht?
- Krankentagegeld: Ab wann sinnvoll — ab Tag 15, Tag 22, Tag 43? Er hat noch kein großes Liquiditätspolster aufgebaut, so ca. 3 Monate Rücklage.
Was mich zusätzlich interessiert: Worauf sollte man im Kleingedruckten achten, das erstmal harmlos wirkt, aber später teuer werden kann? Ich denke z.B. an Wartezeiten, Leistungsausschlüsse nach Gesundheitsprüfung oder Klauseln zur Beitragsanpassung.
Ich bin selber GKV-versichert und kenne die PKV-Welt wirklich nur von außen. Falls jemand hier konkrete Erfahrungen hat — gern auch mit bestimmten Anbietern — wäre das sehr hilfreich.