Hallo zusammen 😊
Ich weiß, sowas liest man hier nicht so oft, aber ich möchte meinen Weg teilen — weil mir damals solche Berichte von anderen wirklich sehr geholfen haben, wenn ich nachts nicht schlafen konnte und wieder mal auf irgendwelche Schulden-Foren gestoßen bin.
Also: Im Jahr 2018 hatte ich 23.000€ Schulden. Zusammengesetzt aus einem Ratenkredit von der Sparkasse (ca. 11.000€, damals 9,9% Zins), einem Autokredit den ich für ein Auto abgeschlossen hab das ich mir eigentlich nie hätte leisten können (7.500€), und der Rest — ca. 4.500€ — war reiner Dispo. Der lief bei mir monatelang auf dem Limit, bei sage und schreibe 12,75% Überziehungszins. Eine Katastrophe.
Wie kam ich dahin? Scheidung 2016, dann ein paar Jahre einfach nicht hingeschaut. Ich hab Kontoauszüge nicht geöffnet. Ernsthaft. Ich hab die einfach in eine Schublade gesteckt.
Was hat mir geholfen rauszukommen:
- Erstmal alle Schulden aufschreiben — das klingt banal, war für mich aber der schlimmste und wichtigste Tag überhaupt
- Den Dispo als erstes angegangen (höchste Zinsen), dann den Ratenkredit
- Schuldnerberatung beim Caritas in Chemnitz — kostenlos, kein Stress, die haben mir auch geholfen den Autokredit umzuschulden auf 4,9%
- Jede Gehaltserhöhung und jeden Steuererstattungsbetrag direkt auf die Schulden
- Netflix, Streaming-Abo, Handyvertrag runtergestuft — insgesamt ca. 80€ im Monat gespart
Letzten Monat hab ich die letzte Rate bezahlt. Ich hab geweint, ehrlich gesagt. 😅
Falls jemand Fragen hat zu einzelnen Schritten — ich beantworte die gerne. Und falls jemand gerade mittendrin steckt: Es geht raus da. Dauert halt.