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Endlich schuldenfrei nach 6 Jahren — mein Weg aus 23.000€ Schulden

Kategorie: Schulden-und-Kredit  ·  erstellt von Monika aus Chemnitz  ·  30. Mär 2024, 11:20  ·  26 Antworten · 925 Aufrufe

Hallo zusammen 😊

Ich weiß, sowas liest man hier nicht so oft, aber ich möchte meinen Weg teilen — weil mir damals solche Berichte von anderen wirklich sehr geholfen haben, wenn ich nachts nicht schlafen konnte und wieder mal auf irgendwelche Schulden-Foren gestoßen bin.

Also: Im Jahr 2018 hatte ich 23.000€ Schulden. Zusammengesetzt aus einem Ratenkredit von der Sparkasse (ca. 11.000€, damals 9,9% Zins), einem Autokredit den ich für ein Auto abgeschlossen hab das ich mir eigentlich nie hätte leisten können (7.500€), und der Rest — ca. 4.500€ — war reiner Dispo. Der lief bei mir monatelang auf dem Limit, bei sage und schreibe 12,75% Überziehungszins. Eine Katastrophe.

Wie kam ich dahin? Scheidung 2016, dann ein paar Jahre einfach nicht hingeschaut. Ich hab Kontoauszüge nicht geöffnet. Ernsthaft. Ich hab die einfach in eine Schublade gesteckt.

Was hat mir geholfen rauszukommen:

  • Erstmal alle Schulden aufschreiben — das klingt banal, war für mich aber der schlimmste und wichtigste Tag überhaupt
  • Den Dispo als erstes angegangen (höchste Zinsen), dann den Ratenkredit
  • Schuldnerberatung beim Caritas in Chemnitz — kostenlos, kein Stress, die haben mir auch geholfen den Autokredit umzuschulden auf 4,9%
  • Jede Gehaltserhöhung und jeden Steuererstattungsbetrag direkt auf die Schulden
  • Netflix, Streaming-Abo, Handyvertrag runtergestuft — insgesamt ca. 80€ im Monat gespart

Letzten Monat hab ich die letzte Rate bezahlt. Ich hab geweint, ehrlich gesagt. 😅

Falls jemand Fragen hat zu einzelnen Schritten — ich beantworte die gerne. Und falls jemand gerade mittendrin steckt: Es geht raus da. Dauert halt.

Respekt, Monika. Das ist keine Kleinigkeit — 23.000€ in 6 Jahren auf 0 zu bringen während man nebenbei noch den Alltag stemmt. Das verdient echte Anerkennung.

Besonders der Punkt mit der Schuldnerberatung beim Caritas ist wichtig. Viele denken, die sind nur für Leute die kurz vor der Privatinsolvenz stehen. Stimmt nicht. Die helfen auch in frühen Stadien, und das kostenlos. Ich kenne das aus meiner Arbeit — Immobilienkäufer die eigentlich keinen Kredit hätten bekommen dürfen, weil sie vorher genau so eine Schuldensituation hatten und nie professionelle Hilfe gesucht haben.

Was hast du nach der letzten Rate als erstes gemacht? 😊

— Beton ist auch ein Investment.

12,75% Dispozinsen — ich erschauder jedes Mal wenn ich das lese. Das ist legaler Wucher, und die Banken wissen genau was sie tun. Wer im Dispo ist, hat meist nicht die Energie sich dagegen zu wehren.

Gut dass du das als erstes angegangen bist. Die Reihenfolge nach Zinshöhe ist mathematisch die einzig sinnvolle Strategie (sog. Avalanche-Methode), auch wenn manche Leute lieber die kleinen Schulden zuerst tilgen (Snowball). Emotional kann Snowball manchmal besser funktionieren — aber bei 12,75% Dispo würde ich immer sagen: Dispo first, no exceptions.

Hast du damals irgendwas schriftlich mit der Bank zur Umschuldung des Autokredits vereinbart, oder lief das einfach so über die Caritas?

— Selbstständig = selbst sparen, selbst vorsorgen, selbst grübeln.

Oh mein Gott, ich hab das gerade gelesen und musste kurz durchatmen 😭 Dass du Kontoauszüge einfach nicht geöffnet hast — ich glaub das kennen mehr Menschen als zugeben würden. Ich hab das nach meinem Studium auch eine Weile so gemacht. Nicht ganz so extrem, aber der Impuls "wenn ich nicht hinschaue existiert es nicht" ist so real.

Danke dass du das so offen teilst. Und herzlichen Glückwunsch!! 🎉 6 Jahre durchhalten ist eine Leistung.

— Ich lerne noch – aber ich lerne schnell 😊

@ImmoInvestorin_Inge — ich hab mir ein Glas Sekt aufgemacht 😄 Alleine, um 19 Uhr, in der Küche. War trotzdem schön.

@VermögenswirbelWinfried — die Umschuldung lief so: Die Caritas-Beraterin hat mir einen Brief aufgesetzt den ich an die Bank geschickt hab, mit Bitte um Zinssenkung. Die haben erst nein gesagt. Dann hat sie selbst angerufen. Dann haben die plötzlich 4,9% angeboten. Ich glaub ohne sie wären die nie eingelenkt. Schriftlich war das dann natürlich als neuer Kreditvertrag — die alte Schuld wurde abgelöst, neuer Vertrag mit niedrigerem Zins und kürzerer Laufzeit.

alter das ist so inspirierend omg 😭💪 ich bin azubi mit nem witz-gehalt und hab zum glück keine großen schulden aber ich merk halt wie schnell das gehen kann wenn man einfach nicht aufpasst. bei mir wars mal kurz der dispo wegen nem unerwarteten zahnarzttermin und ich hab so gezittert lol

die idee mit dem aufschreiben klingt einfach aber ich glaub genau das ist das ding was die meisten nicht machen weil man angst vor der zahl hat. danke monika 🙏

— azubi-gehalt ist ein witz aber ich spar trotzdem irgendwie 😂💸

Ich arbeite in der Schuldnerberatung (nicht Caritas, aber ähnlich) und dieser Bericht trifft viele Punkte die ich täglich sehe.

Was Monika mit dem "Nicht-Hinschauen" beschreibt hat sogar einen Namen: kognitive Vermeidung. Ist ein klassisches Muster bei Überschuldung. Das Problem: Die Schulden wachsen in der Zeit der Vermeidung durch Zinsen und Mahngebühren weiter — man macht die Situation also aktiv schlimmer durch Nichtstun.

Was ich ergänzen möchte: Wer zur Schuldnerberatung geht, sollte alle Gläubiger mitbringen — also wirklich alle Briefe, auch die ungeöffneten. Viele kommen mit dem was sie auswendig wissen und unterschätzen dabei offene Forderungen.

Und noch was: Schuldnerberatung ist in Deutschland gesetzlich verankert. Kommunale Schuldnerberatung, Caritas, AWO, Diakonie — alle kostenlos. Man muss nichts bezahlen um Hilfe zu bekommen.

— Dispo ist kein Kredit – er ist eine Falle.

Solide Strategie. Die Priorisierung nach Zinshöhe ist rechnerisch korrekt. Was mich interessieren würde: Hast du während der Tilgungsphase irgendetwas für die Altersvorsorge getan, oder alles auf die Schulden konzentriert? Das ist eine Frage die ich häufig diskutiere — bei 9,9% oder 12,75% Schuldzins ist die Tilgung natürlich die bessere "Anlage", aber wenn man 6 Jahre komplett ohne Vorsorge ist, fehlt da auch Zinseszins-Zeit.

Keine Kritik, echte Frage.

— Cash Flow ist König. Dividenden zahlen meinen Urlaub.

@Dividenden_Dieter — gute Frage und ehrliche Antwort: Ich hab die betriebliche Altersvorsorge laufen lassen (Arbeitgeberzuschuss, wär ja blöd das nicht zu nehmen). Aber privat nichts extra. Ich bin 51, das macht mir tatsächlich noch ein bischen Sorgen. Aber erstmal: keine Schulden. Das war die Voraussetzung für alles andere.

@Disposchulden_Detektiv — danke für den Fachbegriff! Kognitive Vermeidung. Ja, genau das. Ich hab das auch meiner Therapeutin erzählt (ja, ich war auch in Therapie, das hat geholfen) und die meinte das sei bei Geldproblemen sehr häufig.

Herzlichen Glückwunsch, Monika. Wirklich.

Der Punkt mit der Therapie ist nicht unwichtig. Schulden entstehen oft nicht einfach so — da steckt meist eine Geschichte dahinter (Trennung, Krankheit, einfach überfordert sein). Wer nur die Zahlen angeht aber nicht die Ursache, dem kann es passieren dass sich das Muster wiederholt. Du hast das offenbar ganzheitlich angegangen.

Für alle die mitlesen: Mit 51 und BaV-Basis ist noch einiges machbar. Riester ist für viele suboptimal, aber ein ETF-Sparplan mit 100-150€/Monat ab jetzt bringt bis 67 noch ordentlich was zusammen — bei 7% p.a. wären das grob 50.000-60.000€. Kein Vermögen, aber ein Puffer.

— Betongold ist kein Mythos – aber auch kein Allheilmittel.
Zuletzt bearbeitet von Irene S. am 02. Apr 2024, 06:24 – Grund: Rechenfehler korrigiert

Was du über das Nicht-Öffnen der Kontoauszüge schreibst kenne ich aus einem anderen Kontext — ich hatte nach dem Studium auch eine Phase wo ich Geld einfach nicht "sehen" wollte. Nicht mal annähernd deine Größenordnung, aber der Mechanismus ist identisch.

Was mir an deiner Strategie gefällt: Du hast Strukturen verändert, nicht nur Willenskraft eingesetzt. Streaming kündigen, Handyvertrag runterstufen — das sind Entscheidungen die man einmal trifft und die dann automatisch wirken. Viel nachhaltiger als sich jeden Monat neu aufzuraffen.

— Weniger Konsum, mehr Freiheit.

ok aber mal ehrlich — 6 jahre??? ich hätt das net durchgehalten lmao 😅 respekt echt aber wie hast du dich motiviert wenn wieder mal irgendwas unerwartetes kam? weil bei mir ist immer irgendwas, auto kaputt, zahnarzt, whatever und dann ist der dispo schon wieder voll

gibt irgendnen trick oder ist das einfach nur zähne zusammenbeißen

@InvestNoob_2023 — ja, 6 Jahre ist lang. Und ja, es gab Rückschläge. Mein Kühlschrank hat aufgehört zu funktionieren, ich musste einen gebrauchten kaufen (450€). Das hat wehgetan. Aber ich hab einen kleinen Notfallpuffer aufgebaut — am Anfang nur 500€, dann langsam auf 1.000€ — genau für sowas. Ohne den wär ich sofort wieder in den Dispo gerutscht.

Der Trick ist glaube ich: Der Puffer kommt vor der aggressiven Tilgung. Auch wenn das mathematisch nicht optimal ist. Sonst tilgst du tagsüber und fällst nachts wieder rein.

Mahnbescheid_Monika schrieb:Der Puffer kommt vor der aggressiven Tilgung.

Das ist eigentlich der wichtigste Satz in diesem ganzen Thread. Ich erlebe das bei Selbstständigen genauso — wer keinen Puffer hat, macht sich abhängig von Dispo oder Kreditkarte bei jedem unvorhergesehenen Ausgabe. Das ist eine strukturelle Schwäche, keine Charakterschwäche.

Dave Ramsey nennt das "Baby Step 1": 1.000$ (bei uns eher 1.000€) Notfallfonds bevor man überhaupt anfängt aggressiv zu tilgen. Klingt kontraintuitiv wenn man Schulden hat, ist aber richtig.

— Selbstständig = selbst sparen, selbst vorsorgen, selbst grübeln.

krass monika, respeckt!! 🙌 ich hab selbst noch keine schulden aber ich merk halt wie leicht das gehen könnte wenn man nicht aufpasst. ich hab letzte monat angefangen n kleinen etf sparplan, 50€ im monat, bisschen lächerlich aber immerhin

frage an die experten hier: macht es sinn gleichzeitig zu sparen UND schulden abzubauen oder immer erst schulden komplett tilgen? ich hab noch n kleinen ratenkredit über 2.400€ bei 6,9% laufen

— Bin noch am lernen aber hey, jeder fängt mal an!

@ETF_Entdecker_Eddi Bei 6,9% ist die Antwort mathematisch eindeutig: Erst tilgen. Der MSCI World bringt langfristig ~7% p.a. im Mittel, aber das ist ein Erwartungswert mit hoher Varianz. 6,9% sicher gespart durch Tilgung schlägt 7% unsicher durch ETF — und das ohne Stress.

Ausnahme: wenn dein Arbeitgeber Matching auf eine bAV anbietet. Dann immer mitnehmen, das ist 100% sofortige Rendite.

Zu Monika: Sehr schöner Bericht. Was ich noch interessant finde — hast du eigentlich jemals versucht, mit der Sparkasse über eine Zinssenkung zu verhandeln, bevor du zur Caritas gegangen bist? Aus Erfahrung: Banken reagieren auf Privatpersonen oft gar nicht, aber auf angekündigte Schuldnerberatung schon eher.

— Compound Interest is the eighth wonder of the world. – A. Einstein (angeblich)

Schöner Thread! Ich möchte noch einen Aspekt ergänzen den ich bei Umschuldungen immer empfehle: Vor der Verhandlung mit der eigenen Bank kurz bei anderen Anbietern schauen was gerade geht. ING, DKB, Auxmoney — da gibt's Ratenkredite teils unter 4% für Bonität B+. Das ist kein Werbung, sondern einfach Verhandlungsmasse.

Wenn ich meiner Bank sage "ich hab hier ein Angebot für 3,9%" ist die Reaktion eine andere als wenn ich nur bitte. Das funktioniert bei Mobilfunk, bei Versicherungen, und auch bei Krediten.

Monika hat das indirekt über die Caritas gemacht — die wissen das natürlich auch. 👍

— Immer vergleichen, nie vorschnell abschließen.

Was mich interessiert: Hast du in der Zeit auch Versicherungen gecheckt? Das ist oft ein stiller Kostenfresser. Schutzbrief den niemand braucht, Restschuldversicherung auf dem Kredit (die ist meistens kompletter Unsinn und extrem teuer), Rechtsschutz den man nie nutzt.

Ich frage weil ich kenne einige Leute die beim Kredit eine Restschuldversicherung mitgenommen haben ohne zu wissen was die kostet — manchmal 10-15% des Kreditbetrags extra, versteckt in den Raten. Das hätte bei deinem Sparkassen-Kredit schnell 1.000-1.500€ extra bedeuten können.

— Versicherungen: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Guter Thread, sachlich und konkret — so mag ich das.

Ich will aber einen kritischen Punkt ansprechen den ich noch nicht gelesen habe: Warum hat die Scheidung 2016 zu 23.000€ Schulden geführt? Nicht als Vorwurf — ich kenn das Muster aus meiner Buchhalter-Praxis. Scheidungen reißen oft finanzielle Löcher die man mit Kredit stopft, weil man plötzlich eine Haushalt aus einem macht, Anwälte bezahlt, vielleicht Abfindungen. Das ist strukturell, kein persönliches Versagen.

Was ich damit sagen will: Monika hat das richtig gemacht. Aber Prävention wäre noch besser. Wer sich trennt sollte sofort einen Kassensturz machen — nicht 2 Jahre später.

— Dividenden sind mein zweites Gehalt – langsam, aber sicher.

@VollkaskoVermeiderin_Vera — ja, ich hatte tatsächlich eine Restschuldversicherung auf dem Sparkassenkredit. Die Caritas-Beraterin hat die sofort entdeckt und gesagt: kündigen. Das ging zum Glück noch, weil die Widerrufsfrist für den ursprünglichen Vertrag damals schon abgelaufen war, aber bei der Umschuldung haben wir sie explizit NICHT neu abgeschlossen. Gut 800€ Ersparnis insgesamt schätzungsweise.

@Dividendenonkel_Detlef — ja, du hast recht. Die Scheidung selbst war teuer (Anwalt, Wohnung neu einrichten, ich hab die gemeinsame Wohnung verlassen und alles nochmal kaufen müssen). Und dann halt die emotionale Lähmung danach. Kassensturz 2016 wäre richtig gewesen, ich hab ihn 2018 gemacht. Zwei Jahre zu spät, aber besser als nie.

Danke übrigens allen hier für die Diskussion — ich hätte nicht gedacht dass das so viele interessiert. 😊

Ich lese das gerade und zeig es Marc — wir haben keine Schulden, aber Marc hat manchmal die Tendenz Ausgaben vor sich herzuschieben und nicht richtig hinzuschauen. Dein Satz mit den ungeöffneten Kontoauszügen hat ihn getroffen, glaub ich.

Eine Frage die mich interessiert: Wie hast du deinem sozialen Umfeld erklärt warum du plötzlich nicht mehr mitkommst zum Essen, zum Urlaub, zu Geburtstagsfeiern? Das ist glaub ich ein Aspekt den viele unterschätzen — der soziale Druck zu konsumieren obwohl man eigentlich kein Geld hat.

— Zwei Gehälter, zwei Meinungen – wir finden immer einen Weg.

@Doppelverdiener_Dana — ehrlich? Ich hab es den meisten nicht gesagt. Ich hab einfach "ich bin grad knapp" gesagt und die meisten haben das akzeptiert. Eine gute Freundin weiß es, die hat mir auch manchmal geholfen — nicht mit Geld, sondern mit Ablenkung wenn ich wieder mal deprimiert war.

Beim Geburtstag hab ich gekocht statt ins Restaurant zu gehen. Die Einladungen wurden weniger, ja. Aber die echten Freundschaften haben's überlebt. Und ich hab in der Zeit gemerkt wer wirklich da ist.

Das klingt jetzt nach Klischee aber es stimmt trotzdem. 😅

Sorry für den etwas späten Einstieg, aber ich musste das zu Ende lesen. 🧾

Monika, eine konkrete Frage die noch nicht kam: Hast du während der 6 Jahre eigentlich irgendwas an deiner Wohnsituation geändert? Miete ist ja oft der größte Einzelposten. Ich kenne Leute die Mitbewohner reingeholt haben um die Miete zu halbieren — kurzfristig unangenehm, aber extrem effektiv.

Und zu @ETF_Entdecker_Eddi — dein 50€-Sparplan ist NICHT lächerlich. Das sind 600€ im Jahr, und der Zinseszins arbeitet ab Tag 1. In 30 Jahren bei 7% sind das über 60.000€. Fang früh an, erhöhe wenn möglich. Ende der Predigt. 😄

— Nebenkostenabrechnung ist der Endgegner 🧾

Ich muss nach diesem Thread auch mal Bilanz ziehen: Das ist einer der nützlichsten Fäden die ich hier seit Monaten gelesen habe. Kein Finanzprodukt, keine Rendite-Phantasterei — einfach eine Person die erklärt wie sie ein echtes Problem gelöst hat.

Monika, falls du jetzt überlegst was als nächstes kommt: Mit 51, BaV läuft, keine Schulden — ich würde einen ETF-Sparplan und einen kleinen Notgroschen (3 Monatsgehälter) als nächste Schritte empfehlen. Nicht alles auf einmal. Aber du weißt ja jetzt wie das geht: eine Schublade nach der anderen aufmachen. 😊

— Beton ist auch ein Investment.

hab das jetzt nochmal komplett gelesen und irgendwie so ein gefühl dass ich diesen thread bookmarken muss für wenn ichs mal brauche 🔖 danke monika echt, und auch alle anderen die so ehrlich waren hier. selten dass sowas nicht in "kauf doch einfach mehr aktien" endet lol 😂

— azubi-gehalt ist ein witz aber ich spar trotzdem irgendwie 😂💸

Ich möchte noch eine Ressource ergänzen die ich in meiner Arbeit oft empfehle und die hier noch nicht genannt wurde: schuldnerberatung.de — das ist die offizielle Seite der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung. Dort findet man seriöse Beratungsstellen in der Nähe, sortiert nach PLZ. Kein Kommerz, keine Inkasso-Buden die sich als Berater verkleiden.

Der Unterschied ist wichtig: Es gibt leider viele private "Schuldenberater" die Geld verlangen und wenig leisten. Die kostenlosen kommunalen oder Wohlfahrtsverbands-Stellen sind in der Regel die bessere Wahl — so wie Monika es gemacht hat.

— Dispo ist kein Kredit – er ist eine Falle.
Zuletzt bearbeitet von Marco F. am 03. Mai 2024, 20:47 – Grund: Link-Text präzisiert
Mahnbescheid_Monika schrieb:Jede Gehaltserhöhung und jeden Steuererstattungsbetrag direkt auf die Schulden

Das ist der Punkt den die meisten falsch machen. Lifestyle Inflation heißt: Gehaltserhöhung kommt, Ausgaben steigen mit. Wer das konsequent verhindert und jeden "Bonus" direkt für Tilgung oder Sparen reserviert, ist strukturell im Vorteil — egal ob er Schulden hat oder nicht.

Monika hat das intuitiv richtig gemacht. Das nennt sich "Pay yourself first" in der anderen Richtung — hier: "Pay your debt first". Automatisch, ohne nachzudenken. Sehr gut.

— Compound Interest is the eighth wonder of the world. – A. Einstein (angeblich)
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