|
Die Unternehmensanleihe -
Kapital für die Wirtschaft
Anstatt mittels Bankkredit ihre Investitionen zu finanzieren, geben einige Industrieunternehmen Unternehmensanleihen heraus. Auch Banken emittieren viele Anleihen. Die Laufzeiten können bei bis zu 10, 15 und teilweise sogar 20 Jahren liegen. Die Ausstattung dieser Anleihen ist unterschiedlich. Informationen hierzu findet der Anleger im Prospekt und in den jeweiligen Anleihebedingungen.
Auch Unternehmensanleihen können als gesicherte Schuldverschreibungen begeben werden. Als Sicherheit kommen erstrangige Grundschulden bzw. Hypotheken oder auch die Bürgschaft eines anderen erstklassigen Unternehmens in Frage.
Bei einer ungesicherten Schuldverschreibung kommt es dagegen zu keiner Eintragung einer Grundschuld oder einer ähnlichen Absicherung. Hierbei haftet das Unternehmen mit seinem Vermögen.
Für den Anleger ist es nicht immer leicht, das Risiko einer Unternehmensanleihe einzuschätzen. Hilfestellung bieten hier die Bewertungen der Emittenten durch professionelle Rating-Agenturen . Bei Unternehmensanleihen ist die Spannbreite - von "guter Bonität" bis "sehr riskant" - besonders groß. Grundsätzlich gilt: je höher der Zins bzw. die Rendite, desto größer das Risiko. Allerdings kann sich die Bonität eines Unternehmens im Laufe der Zeit auch ändern.
Aktuelle Informationen über Bewertungen finden sich in Tageszeitungen, Finanzzeitschriften und im Internet.
Tipp: Verkauf über die Börse
Unternehmensanleihen, die an der Börse notiert sind, können jederzeit vor Fälligkeit über die Börse zum aktuellen Kurs gekauft oder verkauft werden. Beim Verkauf sind je nach Entwicklung des Kurses seit dem Erwerb auch Kursgewinne oder -verluste möglich. Da bei Unternehmensanleihen für Anleger die Bonität des ausgebenden Unternehmens entscheidend ist, sollte man sich vor dem Kauf über das Unternehmen informieren und sich nicht allein von der versprochenen Rendite leiten lassen.
Diese Seite bookmarken bei...
|