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Glossar: A
Ad-hoc-Mitteilung
§ 15 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) schreibt vor, dass Emittenten von Wertpapieren verpflichtet sind, kursrelevante Informationen unverzüglich zu veröffentlichen. Dies erfolgt mit Hilfe von Ad-hoc-Mitteilungen, die die Vermögens-, Finanzlage oder auch den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten betreffen können. Um Insiderhandel zu verhindern, besteht in Deutschland wie auch auf allen anderen führenden Finanzplätzen die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität.
Agio
Aufschlag bei Wertpapieren. Der Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren den Nennwert übersteigt. Gegensatz: Disagio.
Aktie
Urkunde, die ihrem Inhaber einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft sowie bestimmte Mitgliedschaftsrechte am Unternehmen verbrieft. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist also Teilhaber bzw. Miteigentümer am Vermögen der AG. Seine Rechte, beispielsweise das Recht auf Dividende, werden durch das Aktienrecht verbrieft.
Aktienanalyse
Um die künftige Kursentwicklung von Aktien zu beurteilen, werden unterschiedliche Analysemethoden unterschieden. Im Wesentlichem handelt es sich dabei um die Fundamental- und die technische Aktienanalyse. Die fundamentale Aktienanalyse untersucht Faktoren, die für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bedeutsam sind. Analysiert werden etwa Produkte des Unternehmens, Absatzmärkte, Auftragseingänge, aber auch externe konjunkturelle Faktoren, um nur einige Beispiele zu nennen. Zu den wichtigsten Informationsquellen für die Fundamentalanalyse zählen der Geschäftsbericht und die regelmäßig publizierten Quartalsberichte großer Aktienunternehmen. Bei der technischen Analyse wird weniger auf das Unternehmen selbst geschaut, sondern auf die Kursentwicklung der Aktie. Diese wird grafisch als Chart dargestellt, in den Trendlinien eingezogen werden. In der Annahme, dass sich bestimmte Kursverläufe wiederholen, wird dabei nach bestimmten Formationen gesucht, die typisch für die Fortsetzung oder Umkehrung eines Trends sind. Bei beiden Methoden handelt es sich um Prognosemodelle, die jedoch keine Garantie auf die reale Entwicklung bieten.
Aktienfonds
Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in inländische und/oder ausländische Aktien investiert.
Aktiensplit
Bei einem Aktiensplitt wird eine Aktie in wertmäßig kleinere Einheiten aufgeteilt. Für Aktienkäufer wird der Anteilschein nach einem Splitt zwar optisch billiger, es entsteht dadurch aber kein finanzieller Vor- oder Nachteil. Das Beteiligungsverhältnis und das Grundkapital des Unternehmens bleiben gleich. Die Wertpapierkennnummer bzw. ISIN ändert sich ebenfalls nicht.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Die AGB der Banken legen die Rechte und Pflichten der Kunden und der Bank bei Bankgeschäften fest. Sie sind neben den gesetzlichen Bestimmungen und Einzelabsprachen Grundlage des zwischen Bank und Kunden bei Kontoeröffnung geschlossenen Vertrages.
Altersvorsorge-Sondervermögen (AS)
AS-Fonds haben das Ziel, Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen. Eine Anlage in AS-Fonds ist über Sparpläne mit einer Mindestlaufzeit von 18 Monaten möglich. Diese Sparpläne sehen regelmäßige Einzahlungen bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres vor. Erträge werden grundsätzlich thesauriert, also im Fonds wieder mit angelegt.
Ausfallbürgschaft
Sie verpflichtet den Kreditgeber, zunächst alle rechtlichen Mittel gegen den Schuldner auszuschöpfen, insbesondere andere Sicherheiten zu verwerten, bevor der Bürge in Anspruch genommen werden kann.
Ausgabekurs
Der Kurs, den der Anleger beim Ersterwerb von Wertpapieren zahlt.
Ausschüttung
Durch eine Ausschüttung werden Aktionäre als Miteigentümer an den Gewinnen ihres Unternehmens und Besitzer von Fondsanteilen an den Erträgen des ausschüttenden Investmentfonds beteiligt. Viele Aktiengesellschaften und Investmentfonds schütten ihre Gewinne bzw. Erträge einmal jährlich aus. Bestimmt wird die Höhe der Dividende von der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft oder durch die Fondsbedingungen des Investmentfonds. Im Unterschied zu ausschüttenden Fonds werden die Erträge bei einem so genannten thesaurierenden Fonds zur Wiederanlage verwendet. Eine Ausschüttung führt am Kapitalmarkt in der Regel zu einem (kurzfristigen) Kursabschlag, da der ausgeschüttete Gewinn das Unternehmensvermögen vermindert. Dadurch errechnet sich bei einer gleich bleibenden Anzahl von Anteilen ein niedrigerer Anteilspreis.
Ausschüttungsfonds
Bei Ausschüttungsfonds erhalten Anleger in der Regel eine jährliche Ausschüttung. Der Preis des Investmentanteils verringert sich am Tag der Ausschüttung um diesen Betrag. Quelle: Das Bank- und Börsen-Abc,
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